Survival-Training mit den Festival-Helfern

Die Helfer des diesjährigen Swiss Travel Festivals kamen in Genuss eines besonderen Anlasses. Anstatt einfach dem traditionell gemütlichen Helferessen zu fröhnen, hiess es dieses Mal, die Nahrung selbst zu suchen, und die Frage war: wer überlebt?

So traf sich unsere mutige Schar am 24. September am Bahnhof Feldbach am oberen Zürichsee.

Gion de Saluga vom Swiss Survival Training führte uns zu seinem Camp im Wald. Nach einer kurzen Einführung ging es nun zuerst einmal darum, aus den rund 1500 Wildpflanzen die wir haben, die Essbaren zu finden. Interessant sind die jahreszeitlichen Unterschiede, denn die Natur liefert dem Menschen eigentlich immer das, was er zum Überleben in unserem Klima braucht. Jetzt im Herbst z. B. reifen die Nüsse, welche die nötigen Fettsäuren enthalten, um uns über den Winter zu bringen. Wenn wir unsere Entwicklung betrachten, dann assen wir ja früher nicht nur drei Mahlzeiten am Tag, sondern waren stetig mit Sammeln und Essen beschäftigt. So hatten wir nebst gesunder Nahrung auch genügend Bewegung und Sauerstoff. Daran mussten wir uns mit Gion nun erst einmal etwas gewöhnen!

dscn3551

 

Vogelmiere findet man häufig und hat einen würzigen Geschmack. Aber auch andere Wildkräuter wie Giersch, Sauerklee, Brennessel, Löwenzahn, Knoblauchsrauke können den Speiseplan auch in heutiger Zeit sinnvoll ergänzen. Sehr lecker schmecken auch die Stengel vom Breitwegerich und die Wurzel der Teufelskralle. Nebst der Funktion als Nahrung sind viele Pflanzen natürlich auch heilkräftig, so gibt es z. b. natürliches Aspirin oder man nimmt Spitzwegerich um Insektenstiche zu behandeln.

Nachdem wir die nötige Nahrung gesammelt und tausend Fragen gestellt haben, kommt die nächste Aufgabe auf uns zu. Wie macht man Feuer ohne Feuerzeug??? Gion demonstiert uns das äusserst eindrücklich. Seht selbst und blättert mal die Bilder durch:

Survival Feuer

 

Natürlich dürfen wir danach auch selber unser Glück versuchen und freuen uns wie die kleinen Kinder, wenn die Funken auf das Brennmaterial überspringen. Was für ein tolles Gefühl, wenn sich  die Glut entzündet! Nun steht dem Überleben nicht mehr soviel im Wege, und der laue Herbstabend hilft uns auch, den Schutz vor dem Klima auf ein Minimum zu beschränken.

Trotzdem lernen wir von Gion noch einiges über die Kälteschutzhaltung und wie man auch unter rauhen Bedingungen nicht gleich erfriert. Ganz spannend sind auch seine detaillierten Erklärungen, wie man sich bei Gewittern zu verhalten hat - denn auch da kursieren immer noch viele Märchen herum ;-)))

Mit einer Nachtwanderung durch den dunklen Wald - welche von einigen ein bisschen Mut erfordert - schliessen wir den schönen Tag und Abend dankbar ab und sind froh, in Zukunft über survivalerprobte Festivalhelfer zu verfügen! ;-)) Danke Euch allen!

Hier gibt's noch weitere Bilder:

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentare sind geschlossen